Parken am Airport: Oft teurer als der Flug

Die Preise für eine Woche Parken unterscheiden sich je nach Airport um bis zu 195 Euro. Am Flughafen Köln/Bonn kostet eine Stunde Parken mehr als eine Woche am Dresdner Airport.

Parken am Airport: Oft teurer als der Flug 13/08/2019Leave a comment

Wer sein Auto während des Urlaubs am Flughafen stehen lässt, muss mit hohen Kosten rechnen. Das weltweit führende Fluggasthelfer-Portal, AirHelp, hat die Parkplatzpreise an 13 der größten Flughäfen Deutschlands untersucht und stellt extreme Preisunterschiede fest. Während Reisende ihr Auto am Dresdner Flughafen bereits für 15 Euro pro Woche parken können, müssen sie in Frankfurt am Main mit mindestens 210 Euro rechnen, wenn sie ihren Parkplatz zuvor nicht mit einem Online- oder Frühbucherrabatt reserviert haben.

An diesen Airports ist das Parken günstig

Vergleichsweise wenig zahlen Autofahrer auch am Flughafen Leipzig/Halle, wo Fluggäste ihr Auto bereits ab 20 Euro pro Woche parken können. In Düsseldorf und Hannover werden jeweils mindestens 39 Euro für ein Wochenticket fällig, wobei sich dieser günstige Parkplatz in Düsseldorf rund 15 Autominuten vom Flughafen entfernt befindet. Der Airport der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens kooperiert diesbezüglich saisonal mit der Messe der Stadt. Shuttle-Busse transportieren die parkenden Fluggäste alle 30 Minuten kostenfrei vom Messeparkplatz zum Airport.

Wer direkt am Airport parken möchte, muss hingegen mit Kosten in Höhe von bis zu 238 Euro rechnen, was der insgesamt teuerste Preis der Analyse ist. Dafür stehen Reisende in diesem Fall direkt unter dem Terminal und haben nur einen kurzen Weg zu ihrem Gate. Ebenfalls kostspielig kann das Parken auch an den Flughäfen Frankfurt am Main und Köln/Bonn werden, wo Wochenpreise von bis zu 234 beziehungsweise 231 Euro gefordert werden.

Eine Stunde Parken in Köln teurer als eine Woche Parken in Dresden

Aber auch für Bringer und Abholer kann es am Flughafen Köln/Bonn teuer werden: Eine Stunde direkt am Terminal stehen kostet dort 24 Euro und somit 9 Euro mehr als der günstigste Wochentarif in Dresden. Wer Geld sparen will, muss etwas Fußweg in Kauf nehmen und nutzt einen der anderen Flughafen-Parkplätze ab 3 Euro pro Stunde. Am Hamburger Flughafen können Fahrzeughalter hingegen sogar eine Stunde kostenfrei parken – sofern sie ein Elektroauto fahren. Andernfalls werden 7 Euro fällig. In Nürnberg zahlen Abholer am Kurzzeitparkplatz nur 2 Euro pro Stunde, am Flughafen Leipzig/Halle 3 Euro.

Laura Kauczynski, DACH-Repräsentantin von AirHelp, kommentiert die Analyse:

“Eine Woche an einem deutschen Flughafen zu parken, kostet teilweise mehr als ein Flugticket oder sogar so mancher Urlaub. Reisende sollten daher unbedingt prüfen, ob sie durch eine Vorabbuchung ihres Parkplatzes am Flughafen Geld sparen können oder auf das Angebot eines Privatanbieters in der Nähe ausweichen. Oft bieten Anbieter von Privatparkplätzen sogar einen Transferservice zum Flughafen an.

Andernfalls können Gebühren in Höhe von bis zu 238 Euro für eine Woche Parken fällig werden. Vor allem Passagiere, die es sehr eilig haben, haben kaum eine andere Wahl als für viel Geld direkt am Terminal zu parken. In diesem Fall können sie fast nur hoffen, dass ihr Flug verspätet ist und sie noch einmal umparken können. Zudem können Flugverspätungen zu Entschädigungen in Höhe von bis zu 600 Euro pro Ticket berechtigen. Dann wäre neben den Parkkosten sogar noch ein weiterer Flug drin.”

Flugprobleme: Diese Rechte haben Passagiere

Flugausfälle und -verspätungen können zu Entschädigungszahlungen in Höhe von bis zu 600 Euro pro Fluggast berechtigen. Die Höhe der Entschädigungszahlung berechnet sich aus der Länge der Flugstrecke. Der rechtmäßige Entschädigungsanspruch ist abhängig von der tatsächlichen Verspätungsdauer am Ankunftsort sowie dem Grund für den ausgefallenen oder verspäteten Flug. Betroffene Passagiere können ihren Entschädigungsanspruch rückwirkend durchsetzen, bis zu drei Jahre nach ihrem Flugtermin.

Außergewöhnliche Umstände wie Unwetter oder medizinische Notfälle können bewirken, dass die ausführende Airline von der Kompensationspflicht befreit wird.

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